Der Traum von Perfektion

Traditionelles Handwerk und modernes Design für Genießer

erzählt von Philipp Emming

In einem Nachwort informiert Marion Rülke, Assistentin der Geschäftsleitung Warenzeichen/Presse und Sales Managerin Eigenmarken, über die wichtigsten Gründe, warum Planta zum 1. September 2019 an Mac Baren verkauft werden musste: 

  1. Die TPD2 der EU-Kommission mit den Folgen einer »Sortimentsbereinigung« (siehe auch hier: https://tkb-berlin.org/2019/07/) und damit großen Einschnitten im Umsatz sowie 
  2. das »Track &Trace«-Gesetz der EU (siehe auch hier: https://tkb-berlin.org/2019/10/), dessen finanzielle Lasten für das Familienunternehmen Planta nicht mehr zu bewältigen waren. 

Hoffen wir, dass sich der Optimismus der letzen Sätze von Marion Rülke erfüllen wird: »Einziger Silberstreif am Horizont: Auch Mac Baren ist ein traditionelles Familienunternehmen, das weiß, worauf es ankommt, und das tatsächlich Interesse … hat.« 

Inhalt

  1. Die Pfeifenstudios Hubert Hartmann und db-Design Berlin 
  2. Gründung der Firma Planta Tabakmanufaktur Dr. Manfred Obermann GmbH & Co. KG 
  3. Materialien für Pfeifenmundstücke 
  4. Die Herstellung der Pfeife 
  5. Pfeifenmodelle von db
  6. Pfeifenformen 
  7. Der Anbau des Tabaks und die Verarbeitung 
  8. Planta-Qualitäts-Tabak 

Herausgeber: Philipp Emming, Lüdenhausen | Text: Philipp Emming | Grafische Bildbearbeitung: Marion Rülke, Firma Planta, Berlin | Layout: Marion Rülke, Philipp Emming | ISBN: 978-3-7502-4484-9 | Preis: 22 Euro 

Raucher als Fackelträger der Moderne

500 Jahre Tabak in Europa – warum jetzt das Jubiläum? Schon 1994 haben Austria Tabak und VdC in Wien das halbe Jahrtausend feierlich begangen – der Hauptredner kam aus Deutschland, ein gewisser Helmut Schmidt. Der zu damals aktuellen Plänen der EU sagte: »Ganz egal, was man von Tabakwerbung hält oder nicht, das geht Brüssel nichts an.« Den vor 25 Jahren schon virulenten Regulierungswahn, auch auf anderen Gebieten, bezeichnete er als »eine schreckliche Entartung, die in Wirklichkeit natürlich auch zum Volkszorn beitragen muss«.

http://buchstabenmuseum.de (c) DvK

Hätte man mal auf ihn gehört. »Selbst mein geliebter Schnupftabak wird demnächst einheitlich geregelt aus Brüssel«, beklagte der Altkanzler, dem durch sein frühes Dahinscheiden im Alter von nicht mal ganz 97 immerhin erspart blieb, das EU-weite Verbot seiner noch geliebteren Mentholzigaretten im kommenden Jahr erleben zu müssen. 

Der vollständige Artikel von Christoph Lövenich ist auf der Internetseite von Netzwerk Rauchen zu finden. 

Genießen kann man nur gelassen

»Die Genuss« 2019
am 19. Oktober 2019 von 10:00 bis 19:00 Uhr im Güterbahnhof Neubrandenburg.

Sie wurde vom Geschäft »Weine – Spirituosen – Tabakwaren« in Neubrandenburg ausgerichtet. Der Eintritt betrug 10 Euro.

Die Messe ist gut besucht (400 Genießer werden erwarten, nicht nur aus Neubrandenburg oder der Region), Jörg trifft mich am Eingang und wir schlendern von Stand zu Stand: Vor allem Whiskys, Rum, Gin und diverse Brände (die Anbieter kamen von der Thüringer Burg Scharfenstein, aus Schweden, Spanien und Italien u.a.) sowie diverse Zigarren-Manufakturen und -marken waren vertreten, Weine kamen u.a. vom größten Norddeutschen Weinbaugebiet Schloss Rattey, es gab Delikatessen – aber auch Vauen und Paul Winslow belegten mit Pfeifen und Tabak je einen Stand. Rauchen war erwünscht und einen delikaten Imbiss – vorgehalten vom Restaurant »Güterbahnhof« – gab es auch.

alle Fotos: DvK

Wir deckten uns mit verschiedenen Sorten Whisky und Rum ein, auch eine neue Pfeife fand den Weg in Jörgs Tasche. Im stilvollen Ambiente des alten Güterbahnhofs von Neubrandenburg war alles bestens organisiert – und Frau Wutschke, Organisatorin der Messe und Inhaberin von »Weine – Spirituosen – Tabakwaren« in der Neubrandenburger Stargarder Straße wirbt bereits für die 10. Hausmesse »Die Genuss« am 17. Oktober 2020.
Wir waren mit großen Erwartungen auf der neunten, die Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

DANKE nach Neubrandenburg
und auch Danke an Michael Leyk für den Tipp.

Alle weiteren Einzelheiten zur Hausmesse – so auch das umfangreiche Ausstellerverzeichnis – kann der pdf-Datei entnommen werden.

EU mal wieder Bürokratiemonster – Raucher zahlen drauf

Seit Mai 2019 gilt wieder eine neue Stufe der TPD 2: Das System der lückenlosen Tabakwaren-Überwachung von der Produktion bis zum Handel. Zunächst sind Fertigzigaretten, Dreh- und Stopftabak betroffen, die anderen Produkte folgen 2024. Die EU nennt das Ganze Rückverfolgbarkeit bzw. Track & Trace. Jede Zigarettenschachtel und Tabakdose erhält ein zweiteiliges Sicherheitsmerkmal (so wie hier).

mcs.eu

In den letzten Tagen eine Packung gekauft und da noch keines gesehen? Kein Wunder, die alten Packungen ohne diesen Aufdruck können noch ein Jahr lang im Handel abverkauft werden. Und wurden in den letzten Monaten massiv vorproduziert, was auch nötig war, denn EU und Bund haben den Vorlauf für die Umstellung denkbar knapp gestaltet. Erst letzten Monat ging die erforderliche Gesetzesänderung durch den Bundesrat. So werden Unternehmen mittlerweile vom Staat behandelt. Zu den Konsumenten kommen wir gleich noch…

Was steckt hinter dem Aufdruck? Die Produktion und alle Transportschritte bis zum Einzelhändler bzw. bis zum Zigarettenautomaten müssen dokumentiert werden. Uhrzeitgenaue Herstellung, Einlagerung, Aufladung auf LKW, Umladung in andere Vertriebsfahrzeuge (alles mit Kennzeichen), Ablieferung beim Händler… Und alles muss rasch in eine Datenbank überführt werden und dann in eine weitere der EU. Außerdem muss jede Verkaufsstelle (Laden, Kiosk, Tankstelle, Automat usw.) registriert sein. Diese Big Data könnten sich übrigens für die Tabakbekämpfung als sehr nützlich erwiesen, wenn sie dereinst mit der Lizensierung und Einschränkung von Verkaufsstellen beginnen wird…

Hier weiterlesen
zum vollständigen Artikel auf Netzwerk Rauchen e.V.


Die neue Stufe der TPD 2 hat sicher dazu beigetragen:

screenshot: http://www.planta-tabak.de/

PLANTA gibt auf

Nach über 60 Jahren geht eine Ära in Berlin zu Ende – die Planta Tabak Manufaktur wurde 1956 in Berlin gegründet und ist nun von der Mac Baren Tobacco Company übernommen worden.

Hier weitere Informationen.

lesenswert …

Nach der Façon der Antiraucher leben

In Berlin soll das Rauchverbotsgesetz verschärft werden. Shisha-Bars, Dampfer und Krankenhauspatienten würden durch diese neuerliche Bevormundung besonders eingeschränkt.

Foto: Pixabay/Anestiev/CC0

In einer Verbotsgesellschaft entstehen neue Verbote und bestehende werden verschärft. Letzteres ist für das Rauchverbotsgesetz im Land Berlin geplant. Nachdem an dieser Front jahrelang relative Ruhe geherrscht hat, prescht die Hauptstadt nun vor mit dem Ansinnen, als erstes Bundesland auch das Dampfen und Tabakerhitzen an zahlreichen Orten staatlich zu untersagen. Außerdem sieht die Gesetzesnovelle stärkere Einschränkungen auf Außengeländen und für Shisha-Bars vor.

Hier zur ausführlichen Information und Analyse von Christoph Löwenich in Novo Argumente vom 24. April 2019: zum Artikel

Wir hatten einen tollen Abend

Blues am 2. August

Zum Bluesabend im »Idyll« am 2. August 2019 brachten Michael Maass und Klaas Wendling Michael van Merwyck mit. Der aus Rheda-Wiedenbrück, Nordrhein-Westfalen, stammende Profi, der seit 1984 nicht nur mit zahlreichen Projekten wie »MvM & Bluesoul« Anerkennung findet (2011 erster Platz bei der German Blues Challenge, 2016 bester Blues-Sänger und bester Blues-Gitarrist Deutschlands bei den »German Blues Awards«), sondern sich auch international einen Namen machte (gemeinsame Auftritte mit Jimmy Rogers, Larry Garner, Jimmy Johnson, Big Daddy Wilson und 2013 belegte er mit »Bluesoul« als erste europäische Band einen zweiten Platz bei der International Blues Challenge in Memphis/USA) begeisterte nicht nur die Mitglieder des TKB. 

Stimmlich von soft und emotional bis rau rockig bot er eine breite Palette seines ganz individuellen Stil.

Blues am 2. August

Wir empfehlen auch dieses LINK (Video auf youtube): https://www.youtube.com/watch?v=UwLm26J_eZk

Blues am 2. August 2019: Michael van Merwyck

[Text und alle Fotos von Jörg St.]

Tabakwerte | Marken | vom Markt verschwunden

Jahrzehnte waren Raucher an die Werteangaben auf Tabakpackungen gewöhnt, insbesondere bei fertigen Industriezigaretten. Die Mengen an Nikotin und Kondensat (Teer) geben Auskunft über die Stärke und erlauben so Vergleiche. Über 10 Jahre lang wurde auch der Kohlenmonoxid (CO)-Wert angegeben. Während die erste Tabakproduktrichtlinie (TPD) der EU den Aufdruck dieser Informationen verpflichtend machte, verbietet die neue (TPD 2) sie seit 2016 rigoros. Das ist die Verbraucherpolitik im 21. Jahrhundert: Sachliche und nützliche Inhaltsangaben müssen verschwinden, um Platz zu machen für emotionalisierende Ekelbilder. Manipulation statt Information. 

screenshot | ein Service von Netzwerk Rauchen

Die neue Tabakproduktrichtline beschneidet die Rechte der Raucher ab 20. Mai 2016 dramatisch. Netzwerk Rauchen hilft, mit dieser Situation umzugehen. Es bietet Informationen über Tabakwerte, Tabakgeschmäcker und Marken, die auf Grund der neuen Regeln vom Markt verschwinden. Netzwerk Rauchen bietet Orientierung.

https://unser-tabak.de | http://www.netzwerk-rauchen.de