Rauchen gegen Rechts

Der Statistiker Prof. Walter Krämer hat mit seinem Schaukasten an der TU Dortmund Aufmerksamkeit erregt. Ein Zitat des Tabakfeinds Hitler versah er mit der Überschrift »Rauchen gegen Rechts«

(c) RWI

Kennen Sie die »Unstatistik des Monats«? Ein empfehlenswertes Projekt gegen Täuschung und mediale Manipulation, an dem Walter Krämer beteiligt ist, seines Zeichens Professor für Statistik an der Technischen Universität in Dortmund. Krämer betätigt sich außerdem als Buchautor und schreibt wie für Medien wie die Achse des Guten und Novo. Dort hat sich er u.a. kritisch mit »Gesundheitsprävention« auseinandergesetzt; sein Fazit lautet: »Eine wirklich freie Gesellschaft sollte sich im Zweifelsfall dazu durchringen, ihre Bürger nach eigener Fasson leben, aber auch nach eigener Fasson krank werden und sterben zu lassen.«

Eben dieser Wissenschaftler behängt einen Schaukasten an der Universität (gewissermaßen das analoge Pendant zur Twitter-Timeline) mit interessanten Denkanstößen. Was angesichts des heutigen Meinungsklimas an Hochschulen durchaus Anstoß erregen kann. Das war jüngst der Fall. (Siehe auch hier.) Eine Greta-Thunberg-Karikatur und eine Aussage zum Mangel an Demokratie in islamischen Ländern kommen in gewissen Kreisen nicht so gut an. Außerdem zitiert Krämer den damaligen Reichskanzler und Führer mit der Aussage »Der Nationalsozialismus hätte niemals in Deutschland siegen können, hätte ich nicht das Rauchen aufgegeben«, was er mit einem Hinweis auf das ausgeprägte Rauchverhalten von Hitlers Kriegsgegnern Roosevelt, Churchill und Stalin garniert und unter die Überschrift »Rauchen gegen Rechts« stellt. (Die Quelle dieses Zitats ist unklar, eine ähnliche Äußerung findet sich aber in den »Tischgesprächen im Führerhauptquartier«.)

Bekanntermaßen haben die Nazis, Hitler und Himmler voran, eifrig Gesundheitsfaschismus betrieben, auch wenn sie in ihrer kurzen Amtszeit wenige Erfolge auf diesem Gebiet verbuchen konnten und in der öffentlichen Wahrnehmung der damaligen wie der heutigen Zeit diese Thematik hinter anderen Verbrechen des Regimes zurücktritt. Die Bekämpfung des Tabak- wie des Alkoholgenusses und auch der ‚ungesunden‘ Ernährung gehörten zu dieser Ideologie mit ihrer »Gesundheitspflicht«. Heute wieder erschreckend aktuell! Am deutlichsten trat der Antiraucheraspekt hervor, etwa mit ortsbezogenen Rauchverboten und der Anhebung der Altersgrenze von 16 auf 18 – alles Dinge, die heute wieder und teils verstärkt in Gesetze gegossen werden. Diese Form der Wiederbetätigung setzt das Werk der Nazis fort.

Antitabak-Wahn hat sich auch in der kommunistischen UdSSR von Lenin bis Gorbatschow mehrfach Bahn gebrochen, vom Fanatismus der islamischen Fundamentalisten des IS gar nicht zu reden. Man kann zwar nicht – wie Krämer augenzwinkernd formuliert – gegen »Rechts« rauchen (was auch immer dieses Etikett heute bedeuten soll), aber sehr wohl gegen jede Art von totalitärer Unterdrückungsherrschaft. Und wer nicht raucht, ist dessen ungeachtet aufgerufen, sich ebenfalls gegen die Gesundheitsdiktatur zu engagieren.

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