Lesenswertes

Lesenswert I
Die Pfeifenraucher zwischen zwei Jahrzehnten
Nachgefragt bei Kurt Eggemann (Präsident VdP)

Kurt Eggemann kennt die Tabakpfeifen-Welt und deren Genießer wie kaum ein anderer. Die Tabakpfeifen-Welt ist die Welt von Kurt Eggemann. Er pflegt weltweite Beziehungen, Freundschaften und Kontakte und verfügt über Informationen rund um das Genussleben mit der klassischen Tabak(s)pfeife.

Das ausführliche Interview mit Kurt Eggemann – mit einem kurzen Überblick zur Geschichte der Tabakpfeife – auf der Internetseite von »SmokersPlanet«: [LINK]


Lesenswert II
Im Jahr 2020 müssen wir gegen die neue Gedankenpolizei ankämpfen
Sprache, Denken und Kultur werden in einem erschreckenden Ausmaß überwacht.
von Frank Furedi

Während des letzten Jahrzehnts und besonders im letzten Jahr haben einflussreiche Personen versucht, das Narrativ, durch das sich die Gesellschaft selbst versteht, zu verändern.
Ein heimtückischer Kreuzzug ist im Gange, der darauf abzielt, zu kontrollieren, was die Öffentlichkeit sieht, hört, denkt und glaubt. Dieses Projekt, das in verschiedenen westlichen Kulturen nach Hegemonie strebt, ist nicht weniger gefährlich als frühere Versuche der Gedankenkontrolle durch totalitäre und theokratische Regime. Aber da diese Kampagne keinen Namen hat und keine explizite Ideologie fördert, wird ihre Bedeutung tendenziell unterschätzt, auch von denen, die sich den vielen Versuchen der Sprach- und Gedankenkontrolle widersetzen.

Der vollständige Artikel von Frank Furedi findet sich auf der Internetseite von »Novo Argumente«: [LINK]

Rauchen gegen Rechts

Der Statistiker Prof. Walter Krämer hat mit seinem Schaukasten an der TU Dortmund Aufmerksamkeit erregt. Ein Zitat des Tabakfeinds Hitler versah er mit der Überschrift »Rauchen gegen Rechts«

(c) RWI

Kennen Sie die »Unstatistik des Monats«? Ein empfehlenswertes Projekt gegen Täuschung und mediale Manipulation, an dem Walter Krämer beteiligt ist, seines Zeichens Professor für Statistik an der Technischen Universität in Dortmund. Krämer betätigt sich außerdem als Buchautor und schreibt wie für Medien wie die Achse des Guten und Novo. Dort hat sich er u.a. kritisch mit »Gesundheitsprävention« auseinandergesetzt; sein Fazit lautet: »Eine wirklich freie Gesellschaft sollte sich im Zweifelsfall dazu durchringen, ihre Bürger nach eigener Fasson leben, aber auch nach eigener Fasson krank werden und sterben zu lassen.«

Eben dieser Wissenschaftler behängt einen Schaukasten an der Universität (gewissermaßen das analoge Pendant zur Twitter-Timeline) mit interessanten Denkanstößen. Was angesichts des heutigen Meinungsklimas an Hochschulen durchaus Anstoß erregen kann. Das war jüngst der Fall. (Siehe auch hier.) Eine Greta-Thunberg-Karikatur und eine Aussage zum Mangel an Demokratie in islamischen Ländern kommen in gewissen Kreisen nicht so gut an. Außerdem zitiert Krämer den damaligen Reichskanzler und Führer mit der Aussage »Der Nationalsozialismus hätte niemals in Deutschland siegen können, hätte ich nicht das Rauchen aufgegeben«, was er mit einem Hinweis auf das ausgeprägte Rauchverhalten von Hitlers Kriegsgegnern Roosevelt, Churchill und Stalin garniert und unter die Überschrift »Rauchen gegen Rechts« stellt. (Die Quelle dieses Zitats ist unklar, eine ähnliche Äußerung findet sich aber in den »Tischgesprächen im Führerhauptquartier«.)

Bekanntermaßen haben die Nazis, Hitler und Himmler voran, eifrig Gesundheitsfaschismus betrieben, auch wenn sie in ihrer kurzen Amtszeit wenige Erfolge auf diesem Gebiet verbuchen konnten und in der öffentlichen Wahrnehmung der damaligen wie der heutigen Zeit diese Thematik hinter anderen Verbrechen des Regimes zurücktritt. Die Bekämpfung des Tabak- wie des Alkoholgenusses und auch der ‚ungesunden‘ Ernährung gehörten zu dieser Ideologie mit ihrer »Gesundheitspflicht«. Heute wieder erschreckend aktuell! Am deutlichsten trat der Antiraucheraspekt hervor, etwa mit ortsbezogenen Rauchverboten und der Anhebung der Altersgrenze von 16 auf 18 – alles Dinge, die heute wieder und teils verstärkt in Gesetze gegossen werden. Diese Form der Wiederbetätigung setzt das Werk der Nazis fort.

Antitabak-Wahn hat sich auch in der kommunistischen UdSSR von Lenin bis Gorbatschow mehrfach Bahn gebrochen, vom Fanatismus der islamischen Fundamentalisten des IS gar nicht zu reden. Man kann zwar nicht – wie Krämer augenzwinkernd formuliert – gegen »Rechts« rauchen (was auch immer dieses Etikett heute bedeuten soll), aber sehr wohl gegen jede Art von totalitärer Unterdrückungsherrschaft. Und wer nicht raucht, ist dessen ungeachtet aufgerufen, sich ebenfalls gegen die Gesundheitsdiktatur zu engagieren.

Jahresabschluss 2019

Es spielte das Pugsley-Buzzard-Trio (Australien/Deutschland) mit Pugsley Buzzard aus Australien (Klavier, Gesang) sowie aus Berlin Micha Maass (Schlagzeug) und Tobias Fleischer (Bassgitarre) – KLASSE.

Die hausgemachten Buletten vom Chef des »Idyll« Mirko und seiner Mutter – ebenfalls KLASSE.

Ein volles Haus – Kein Knopf konnte mehr fallen …

Wir wünschen allen Mitgliedern und Freunden des Tabakskollegium Berlin
erholsame Weihnachtstage und einen »guten Rutsch« ins Jahr 2020.

Der Traum von Perfektion

Traditionelles Handwerk und modernes Design für Genießer

erzählt von Philipp Emming

In einem Nachwort informiert Marion Rülke, Assistentin der Geschäftsleitung Warenzeichen/Presse und Sales Managerin Eigenmarken, über die wichtigsten Gründe, warum Planta zum 1. September 2019 an Mac Baren verkauft werden musste: 

  1. Die TPD2 der EU-Kommission mit den Folgen einer »Sortimentsbereinigung« (siehe auch hier: https://tkb-berlin.org/2019/07/) und damit großen Einschnitten im Umsatz sowie 
  2. das »Track &Trace«-Gesetz der EU (siehe auch hier: https://tkb-berlin.org/2019/10/), dessen finanzielle Lasten für das Familienunternehmen Planta nicht mehr zu bewältigen waren. 

Hoffen wir, dass sich der Optimismus der letzen Sätze von Marion Rülke erfüllen wird: »Einziger Silberstreif am Horizont: Auch Mac Baren ist ein traditionelles Familienunternehmen, das weiß, worauf es ankommt, und das tatsächlich Interesse … hat.« 

Inhalt

  1. Die Pfeifenstudios Hubert Hartmann und db-Design Berlin 
  2. Gründung der Firma Planta Tabakmanufaktur Dr. Manfred Obermann GmbH & Co. KG 
  3. Materialien für Pfeifenmundstücke 
  4. Die Herstellung der Pfeife 
  5. Pfeifenmodelle von db
  6. Pfeifenformen 
  7. Der Anbau des Tabaks und die Verarbeitung 
  8. Planta-Qualitäts-Tabak 

Herausgeber: Philipp Emming, Lüdenhausen | Text: Philipp Emming | Grafische Bildbearbeitung: Marion Rülke, Firma Planta, Berlin | Layout: Marion Rülke, Philipp Emming | ISBN: 978-3-7502-4484-9 | Preis: 22 Euro 

Raucher als Fackelträger der Moderne

500 Jahre Tabak in Europa – warum jetzt das Jubiläum? Schon 1994 haben Austria Tabak und VdC in Wien das halbe Jahrtausend feierlich begangen – der Hauptredner kam aus Deutschland, ein gewisser Helmut Schmidt. Der zu damals aktuellen Plänen der EU sagte: »Ganz egal, was man von Tabakwerbung hält oder nicht, das geht Brüssel nichts an.« Den vor 25 Jahren schon virulenten Regulierungswahn, auch auf anderen Gebieten, bezeichnete er als »eine schreckliche Entartung, die in Wirklichkeit natürlich auch zum Volkszorn beitragen muss«.

http://buchstabenmuseum.de (c) DvK

Hätte man mal auf ihn gehört. »Selbst mein geliebter Schnupftabak wird demnächst einheitlich geregelt aus Brüssel«, beklagte der Altkanzler, dem durch sein frühes Dahinscheiden im Alter von nicht mal ganz 97 immerhin erspart blieb, das EU-weite Verbot seiner noch geliebteren Mentholzigaretten im kommenden Jahr erleben zu müssen. 

Der vollständige Artikel von Christoph Lövenich ist auf der Internetseite von Netzwerk Rauchen zu finden. 

Genießen kann man nur gelassen

»Die Genuss« 2019
am 19. Oktober 2019 von 10:00 bis 19:00 Uhr im Güterbahnhof Neubrandenburg.

Sie wurde vom Geschäft »Weine – Spirituosen – Tabakwaren« in Neubrandenburg ausgerichtet. Der Eintritt betrug 10 Euro.

Die Messe ist gut besucht (400 Genießer werden erwarten, nicht nur aus Neubrandenburg oder der Region), Jörg trifft mich am Eingang und wir schlendern von Stand zu Stand: Vor allem Whiskys, Rum, Gin und diverse Brände (die Anbieter kamen von der Thüringer Burg Scharfenstein, aus Schweden, Spanien und Italien u.a.) sowie diverse Zigarren-Manufakturen und -marken waren vertreten, Weine kamen u.a. vom größten Norddeutschen Weinbaugebiet Schloss Rattey, es gab Delikatessen – aber auch Vauen und Paul Winslow belegten mit Pfeifen und Tabak je einen Stand. Rauchen war erwünscht und einen delikaten Imbiss – vorgehalten vom Restaurant »Güterbahnhof« – gab es auch.

alle Fotos: DvK

Wir deckten uns mit verschiedenen Sorten Whisky und Rum ein, auch eine neue Pfeife fand den Weg in Jörgs Tasche. Im stilvollen Ambiente des alten Güterbahnhofs von Neubrandenburg war alles bestens organisiert – und Frau Wutschke, Organisatorin der Messe und Inhaberin von »Weine – Spirituosen – Tabakwaren« in der Neubrandenburger Stargarder Straße wirbt bereits für die 10. Hausmesse »Die Genuss« am 17. Oktober 2020.
Wir waren mit großen Erwartungen auf der neunten, die Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

DANKE nach Neubrandenburg
und auch Danke an Michael Leyk für den Tipp.

Alle weiteren Einzelheiten zur Hausmesse – so auch das umfangreiche Ausstellerverzeichnis – kann der pdf-Datei entnommen werden.

EU mal wieder Bürokratiemonster – Raucher zahlen drauf

Seit Mai 2019 gilt wieder eine neue Stufe der TPD 2: Das System der lückenlosen Tabakwaren-Überwachung von der Produktion bis zum Handel. Zunächst sind Fertigzigaretten, Dreh- und Stopftabak betroffen, die anderen Produkte folgen 2024. Die EU nennt das Ganze Rückverfolgbarkeit bzw. Track & Trace. Jede Zigarettenschachtel und Tabakdose erhält ein zweiteiliges Sicherheitsmerkmal (so wie hier).

mcs.eu

In den letzten Tagen eine Packung gekauft und da noch keines gesehen? Kein Wunder, die alten Packungen ohne diesen Aufdruck können noch ein Jahr lang im Handel abverkauft werden. Und wurden in den letzten Monaten massiv vorproduziert, was auch nötig war, denn EU und Bund haben den Vorlauf für die Umstellung denkbar knapp gestaltet. Erst letzten Monat ging die erforderliche Gesetzesänderung durch den Bundesrat. So werden Unternehmen mittlerweile vom Staat behandelt. Zu den Konsumenten kommen wir gleich noch…

Was steckt hinter dem Aufdruck? Die Produktion und alle Transportschritte bis zum Einzelhändler bzw. bis zum Zigarettenautomaten müssen dokumentiert werden. Uhrzeitgenaue Herstellung, Einlagerung, Aufladung auf LKW, Umladung in andere Vertriebsfahrzeuge (alles mit Kennzeichen), Ablieferung beim Händler… Und alles muss rasch in eine Datenbank überführt werden und dann in eine weitere der EU. Außerdem muss jede Verkaufsstelle (Laden, Kiosk, Tankstelle, Automat usw.) registriert sein. Diese Big Data könnten sich übrigens für die Tabakbekämpfung als sehr nützlich erwiesen, wenn sie dereinst mit der Lizensierung und Einschränkung von Verkaufsstellen beginnen wird…

Hier weiterlesen
zum vollständigen Artikel auf Netzwerk Rauchen e.V.


Die neue Stufe der TPD 2 hat sicher dazu beigetragen:

screenshot: http://www.planta-tabak.de/

PLANTA gibt auf

Nach über 60 Jahren geht eine Ära in Berlin zu Ende – die Planta Tabak Manufaktur wurde 1956 in Berlin gegründet und ist nun von der Mac Baren Tobacco Company übernommen worden.

Hier weitere Informationen.